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05.10.26, Projekt, Summerschool, Baustelle

Vom Entwurf auf die Baustelle

Das kep_kollektiv der Fakultät Architektur der Ohm realisierte im Kurpark Bad Windsheim eine Bühne und einen Pavillon für die Bayerische Landesgartenschau 2027. Die Entwürfe stammen aus einem Wettbewerb im Wintersemester 2025/26; Masterstudierende entwickelten sie im Design-Build-Projekt weiter und setzten sie im Sommersemester gemeinsam um–von der Idee bis zum Bau.

 

Die Studierenden organisierten sich in Arbeitsbereichen: Das Konstruktionsteam plante, detaillierte und bereitete die Montage vor, das Akquise-Team kümmerte sich um Sponsoring, Kommunikation und Partner. Im September zogen sie nach Bad Windsheim, wo sie über mehrere Wochen im Kurpark beide Entwürfe realisierten.

 

Die offene Bühne »Frame« fügt sich mit ihrer zurückhaltenden Holzbaukonstruktion als klarer, aber offener Rahmen in den Kurpark ein und bietet während der Landesgartenschau Raum für Veranstaltungen und Begegnungen.
Die »Stadtgartenbibliothek« als flexibler Pavillon schafft einen eigenständigen Ort für die Junge Gartenschau und verbindet vielseitige Nutzung mit der Landschaft. Das Baustellenfest am 13. September zeigte den Baufortschritt von der Planung zur Umsetzung.

 

Auch nach dem Fest arbeiteten die Studierenden bis Ende September an der Fertigstellung der beiden Bauwerke. Zur Bayerischen Landesgartenschau 2027 werden Bühne und Pavillon Teil des neuen Kurparks in Bad Windsheim und demonstrieren, wie studentische Entwürfe durch gemeinsames Planen, Organisieren und Bauen realisiert werden. 

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23.05.25, Presse

Ausstellung Stadtwandel

Anregende Vernissage zur Ausstellung Stadtwandel 1990 bis 2025 Studierende der TH erforschten den öffentlichen Raum in Nürnberg und stellten im CPH frische Ideen für die Stadt vor

 

Die Ausstellung »Stadtwandel 1990–2025« im Caritas-Pirckheimer-Haus (CPH) stellt Stadtansichten aus den 90ger Jahren Fotos aus den Jahren 2024/25 gegenüber. 35 Jahre Abstand, dieselbe Perspektive, ein völlig anderes Bild – oder auch nicht. Die Studierenden der Technischen Hochschule Nürnberg, Fakultät Architektur, erforschten im Seminar von Xiaotian Li, Dozentin für Städtebau und Entwerfen, wo und wie sich die Stadt entwickelt hat. Dokumentiert wird dies mit der aktuellen Ausstellung und der dazugehörigen gedruckten Publikation. Die Ausstellung läuft noch bis zum 17. Juni 2025. Die Publikation kann im CPH gegen eine Spende erworben werden.

 

Vorstellung spannender Projekte und frischer Ideen bei der Vernissage
Die zahlreichen Besucher:innen der Vernissage am 8. Mai erhielten zusätzlich zur Ausstellung einen vertieften Einblick in die Hintergründe der Ausstellung sowie in weitere Ergebnisse und die Zukunft des Lehrforschungsprojekts. Einige Studierende stellen ihre Projekte bzw. ihre Masterarbeiten vor. Frische Ideen und ungewöhnliche Ansätze für eine Stadt im Wandel trafen dabei auf ein sehr aufgeschlossenes und interessiertes Publikum.

 

Stefan Weinreich stellte in seinem Kurzvortrag über den Aufseßplatz anschaulich dar, wie sich der Platz vom Zentrum der Südstadt zu einem »Baustellenbecken« gewandelt hat, das leider noch keine positive Perspektive erkennen lässt. Dokumentiert wird das mit Fotos, die in der Ausstellung zu sehen sind.

Zwei Absolventen des Masterstudiums Architektur präsentierten danach ihre Abschlussarbeiten, die sich aus dem Projekt »Stadtwandel« entwickelt hatten:
 
Stephan Ullrich hatte sich zunächst fotografisch mit der Nürnberger Kinogeschichte befasst. In seiner Masterarbeit, entwickelte er dann Ideen, um ein bestehendes Kino mit einfachen Mitteln in einen flexibel nutzbaren Begegnungsort umzuwidmen. Eine tragende Rolle spielen in seinem Konzept verschiebbare Lastenregale, mit denen sich Räume beliebig gliedern lassen oder auch eine Tribüne aufbauen lässt.

 

Constantin Halik hatte den Jakobsplatz in der Nürnberger Innenstadt näher untersucht und in seiner Abschlussarbeit die Idee einer Nürnberger Altstadtmoschee herausgearbeitet. Damit plädiert er für die Koexistenz verschiedener Glaubensgemeinschaften im öffentlichen Raum und zeigt, wie durch den stadtplanerischen Weg eine diskriminierungsärmere und teilhabestärkere Gesellschaft möglich sein könnte. Anhand diverser Skizzen seines Moschee-Entwurfs ergab sich das Bild eines ausgesprochen attraktiven, einladenden Gebäudes. Zwar wird die Moschee hier wohl nie gebaut werden, aber für Gesprächsstoff sorgte diese Idee durchaus im Publikum. Das Modell der Moschee war übrigens auf dem Titel des Stadtmagazin »Straßenkreuzer« im Heft August/September 2024 zu sehen.

 

Wie können wir den öffentlichen Raum in Nürnberg lebens- und liebenswerter gestalten? 
Diese Frage stellten sich Studierende der Fakultäten Architektur und Sozialwissenschaften im Wintersemester 2024/25. Unter dem Motto »Wir.machen.Stadt/Wir.machen.Nürnberg« entwickelten sie gemeinsam mit Bürger:innen, lokalen Vereinen, Ämtern und weiteren Akteur:innen realisierbare architektonische Konzepte für mehrere Nürnberger Plätze. Darunter war auch der Jakobsplatz und insbesondere der Standort der dort ansässigen Paulus Buchhandlung. Interessen der Stadt–zahlreiche Events und Märkte – konkurrieren mit den Interessen der Paulusschwestern, ihre Buchhandlung sicht- und auffindbar zu machen. Julia Geilersdorfer und Dominik Petrinec stellten bei der Vernissage diverse Möglichkeiten vor, die die Studierendengruppe herausgearbeitet hat. Zum Beispiel ein besonderes Lichtkonzept oder die Idee eines Pop-up-Cafés unter den Arkaden. Schwester Verena von den Paulusschwestern sieht es als »ein großes Glück«, dass die Studierenden mit dem Projekt auf die Buchhandlung zukamen. Und wie es aussieht, werden einige Ideen tatsächlich umgesetzt werden.

 

Ein erfüllender Abend
Nach den anregenden Vorträgen ging es in den informellen Teil des Abends bei Häppchen und Getränken über. Die Früher-Heute-Bilder der Ausstellung führten zu angeregten Gesprächen und zahlreiche Besucher:innen suchten auch den Austausch mit den Studierenden.

 

Ausstellungszeitraum: 05.05.-17.06.2025
Mo. bis Fr., 8–20 Uhr//Sa. und So. sowie Pfingstferien (09.-17.06.2025) auf Anfrage 

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