Die Vorlesungsreihe führt in die Gebäudelehre und die Grundlagen des Wohnungsbaus ein. Anhand ausgewählter Gebäudetypen gebauter Beispiele wird der grundlegende Zusammenhang von Typus, Programm, Funktion und Raum und deren Auswirkungen auf die architektonische Gestalt behandelt. Den Studierenden werden die Grundlagen der funktionalen und organisatorischen Planung des Wohnungsbaus und elementarer Wohnbautypen sowie deren Anwendung im Entwurfsprozess vermittelt. Ebenso werden die typologischen Zusammenhänge im Kontext der Architekturgeschichte, zeitgenössischer Entwicklungen und zukunftsfähiger Tendenzen behandelt. Der besondere Fokus der Vorlesungsreihe liegt in der Darstellung einfacher programmatischer Konzepte, struktureller Prinzipien und der Beziehung der daraus resultierenden architektonischen Gestalt zum urbanen Kontext.
»Wenn Wohnen aus den zahllosen Aktivitäten besteht, die wir täglich verrichten; in und um das Haus aber auch zwischen Haus und Arbeit, Bar und Theater, Schule und Strand; Kurzum alles was Zuhause als einen Ort ausmacht, in einem Dorf oder in der Stadt, dann wird man auch alle Räume des Wohnens auf allen Maßstäben zurückfinden können. Die Organisation von Wohnraum besteht dann aus der Bearbeitung aller Maßstäbe. Wir organisieren also nicht nur den Wohnungsgrundriss, wir verbinden auch die Wohnungstür mit der Straße, wir überlegen uns, wo das Fahrrad geparkt wird, wo das Auto geparkt wird, wie wir an der Nachbarwohnung entlang laufen und wie die Nachbarn an unseren Fenstern vorbeilaufen; ob wir dicht an der Straße wohnen wollen oder ob wir Aussicht über die ganze Stadt haben wollen.«
Frei nach Bernard Leupen und Harald Mooij (Het ontwerpen van woningen)