Richard Woditsch

Richard Woditsch studierte Architektur an der Hochschule für bildende Künste Hamburg sowie an der Oxford Brookes University in England. Nach dem Studium arbeitete er zunächst bei Dinse Feest Zurl Architekten in Hamburg, anschließend als Büroleiter bei Massimiliano Fuksas in Rom und später als Projekt- und Bauleiter bei NL Architects in Amsterdam. Parallel dazu begann er seine Lehrtätigkeit mit einem Lehrauftrag bei Prof. Tony Fretton an der TU Delft. 2003 kehrte er nach Deutschland zurück und wechselte als wissenschaftlicher Mitarbeiter an den Lehrstuhl von Prof. Finn Geipel an der Technischen Universität Berlin. Dort promovierte er 2009 über die Polykatoikia und die Stadtentwicklung Athens. Seit 2011 ist er Professor für Theorie der Architektur und Entwerfen an der Technischen Hochschule Nürnberg, seit 2022 zudem Prodekan der Fakultät Architektur.

 

Im Mittelpunkt seiner Arbeit steht die Frage, wie bestehende Gebäude und Städte weitergedacht werden können. Seine Forschung bewegt sich zwischen Architekturtheorie, Stadtentwicklung und der Transformation des Gebäudebestands. Gemeinsam mit Prof. Dr. Fatma Mohamed und Dr. Nathalie Jean-Baptiste leitet er derzeit das internationale Forschungsprojekt »Turn and Face the Changes«, das sich mit postextraktiver Stadtentwicklung und klimagerechtem Bauen im Bestand in Tansania beschäftigt. 

 

In seiner Lehre versteht Richard Woditsch Theorie, Geschichte und Entwerfen als untrennbar miteinander verbunden. Architektur entsteht für ihn nicht allein durch das Entwerfen von Gebäuden, sondern ebenso durch das Verstehen ihrer gesellschaftlichen, kulturellen und historischen Zusammenhänge. Studierende sollen lernen, genau hinzusehen, Fragen zu stellen und ihre Entwurfsentscheidungen überzeugend zu begründen. Kooperationen in Forschung und Lehre führten ihn unter anderem mit Anne Lacaton (Lacaton & Vassal), Prof. Hélène Frichot (Melbourne School of Design), Prof. Jürgen Teller (AdBK Nürnberg), Caroline Bos (UNStudio), Benjamin Foerster-Baldenius (Raumlabor Berlin) und Dr. Alexander Schmitt (Dokumentationszentrum Reichsparteitagsgelände Nürnberg) zusammen. 

Lehrprogramm

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